bianco di puro GmbH & Co. KG

+49 (0) 221 / 50 80 80-0

Im Härtetest: bianco di puro Originale

von Harald Bajhor vom 10.10.2016

Oder wie sich unsere Küche auf der Suche nach der perfekten Power-Energiekugel mithilfe des Bianco di Puro originale in eine Miraculixwerkstatt verwandelte.

Wie alles begann: Startnummernausgabe und Pastaparty bei der Premiere des Arberland Ultratrails im Bodenmaiser Pfarrhaus im Bayerischen Wald. Ich lerne Johanna kennen und wir plaudern über den bevorstehenden Lauf, der am kommenden Morgen sein Debüt feiern soll. Wir sind beide für die 60 Kilometer Distanz gemeldet. Am darauf folgenden Morgen stehe ich pünktlich um 6:30 Uhr im Startbereich und warte hochkonzentriert auf den bevorstehenden Startschuss, als mich eine Läuferin anspricht und mir eine Tüte mit irgendetwas in die Hand drückt.

Es ist Johanna, die mir gutgelaunt mitteilt, dies seien selbst hergestellte, vegane Energiekugeln, die sie extra für das Rennen zusammengemixt habe. Ich bedanke mich höflich. Selbstgemachte Energiedingenskirchens? Das ich nicht lache! Ich bin mit den teuersten und besten Sportriegeln, die der Markt hergibt am Start und werde sicherlich nichts zu mir nehmen, was in irgendeiner öko-handmade-Küche verquirlt wurde und sich Energiekugel nennt. Ich verstaue die Teile in meinem Rucksack und vergesse sie erst einmal.

Peng, wir starten. Um es kurz zu machen: ich sause los und lasse die freundliche Laufkollegin weit hinter mir. Am dritten der insgesamt sieben teilweise zähen Anstiege sehe ich Johanna wieder: allerdings nur kurz und auch nur von hinten, denn sie zieht an mir vorbei. Hmm, zu dieser Zeit bin ich bereits platt wie eine Flunder und scheitere kläglich beim Versuch, mich dran zu hängen. Im Ziel treffe ich sie wieder. Sie ist allerdings schon gut 40 Minuten vor mir am Bodenmaiser Marktplatz über die Ziellinie gelaufen… . Das Thema öko-handmade Energiekugeln bekommt auf einmal eine ganz andere Bedeutung für mich! Ich erkundige mich daher sehr interessiert bei Johanna, wie man diese wohl herstelle. Mit einem sehr leistungsstarken Mixer, erfahre ich von ihr. Aha, na gut! Dann werde ich mich also mit solch einen Teil wohl mal auseinander setzen müssen! Und jetzt endlich kommt der Bianco di Puro originale ins Spiel.


Der Test:

Trotz der Motorleistung und der scharfen Messer gibt es Dinge, die im Mixer nichts zu suchen haben.

Nach dem Auspacken des stilvoll und wertig anmutenden Gerätes, fällt als erstes die etwas unpraktische Bauhöhe des originale auf. Setzt man den im Lieferumfang enthalten zwei Liter Mixbehälter auf den ca. 4 kg schweren Motorblock, erreicht das Gerät eine Höhe von etwas über einem halben Meter. Dadurch fällt die Standortsuche in unserer sicherlich nach irgendeiner DIN Norm montierten Küche etwas schwer. Das Teil passt unter keinen unserer Hängeschränke, was sehr schade ist, da das Gerät ein echter Hingucker ist. Als nächstes verunsichert mich das Studium der Bedienungsanleitung! Auf drei Seiten wird auf die vielen sicherheitsrelevanten Verhaltensmaßnahmen beim Betrieb und für die Auswahl des  Aufstellortes hingewiesen. Schaut man sich allerdings die Spezifikationen des bianco di puro etwas genauer an, weiß man, warum es einige Sicherheitsregeln zu beachten gilt: 1680 Watt, 14.000 U/Minute (Stufe 1) – bis zu  32.000 U/Minute (Stufe H) und 6 Edelstahlmesser, HCS (Japan) fordern bei der Nutzung natürlich die entsprechende Aufmerksamkeit.

Zuerst versuche ich mich an einen dieser hochgelobten und extrem hippen grünen Smoothies. Wie praktisch, dass in der Bedienungsanleitung auch gleich eine Rezeptsammlung enthalten ist. Zutaten rein, über den Jog-Dail das Programm Green Smoothie angewählt, mit der Ein/Aus-Taste bestätigt und schon startet in dem Mix-Behälter ein Inferno. Mit vier abwechselnden, durch kurze Pausen unterbrochenen Geschwindigkeitsstufen wird in genau 1:26 Minuten ein leckeres und cremiges Getränk gezaubert. Das war’s, ich bin angefixt! Zur Freude meiner Frau, buche ich gleich für den kommenden Abend die Küche und stelle ihr ein leckeres Süppchen in Aussicht.

Auch die Zubereitung dieser ist dank des Programms Bisque (Suppe) in nur 4:20 Minuten erledigt. Gemüse rein, ein paar Kräuter dazu, würzen und noch einen halben Liter Gemüsebrühe drauf, Programm wählen, schwuppdiwupp ist das Abendessen fertig! Um die Frage des einen oder anderen direkt vorweg zu nehmen: nein, die Suppe muss nicht mehr gekocht werden! Nach dem Mixen hat diese eine Temperatur von ca. 42°C was einer Zubereitung in Rohkostqualität entspricht! Ich bin sprachlos (und Birgit übrigens ob meiner Kochkünste bzw. Mixer-Bedienungskünste auch). In den nachfolgenden Tagen mixe ich mich durch alle verfügbaren sechs Programme des puros (Suppen, Saucen, Grüne und Gemüse-Smoothies, Getreidemilch, Nuss-Programm, manueller Modus) und zaubere in meist wenigen Minuten Eis, Desserts, Cremes, Soßen, leckere Dipps und, man sollte es nicht für möglich halten, sogar veganen Mozzarella.

Ich mahle meinen Kaffee fortan selbst und stelle sogar meine eigene Soja- und Mandelmilch her. Wahnsinn, was mit dem Ding alles problemlos und schnell möglich ist! Als völlig unbegründet stellte sich meine Sorge zum Reinigungsprocedere des Arbeitsgerätes heraus. Etwas Wasser in den Mixbehälter gefüllt, einen Tropfen Spülmittel dazu, mit der Pulsefunktion des bianco di puro kurz durchgemixt, mit klaren Wasser spülen, aus die Maus! Nur meine geheimen Versuche zur Herstellung der perfekten Energiekugel werde ich in diesem Bericht nicht näher erörtern. Nur so viel vorab: beim nächsten Rennen wird mich Johanna wahrscheinlich nur kurz sehen. Und zwar von hinten!


Fazit:

Der bianco di puro Originale ist ein Premium Standmixer der Spitzenklasse. Ein Profigerät mit allem Schnick und Schnack. Durch die vorgegebenen sechs Wahlprogramme und die Möglichkeit, zusätzlich nicht nur die Geschwindigkeitsstufe (10 Stufen) sondern auch die Laufzeit manuell zu steuern, sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Die gute und sehr nützliche Grundausstattung (Motorblock, 2 Liter BPA freier Titan-Kunststoff-Mixbehälter, Stampfer, ausführliche Bedienungsanleitung mit Rezeptsammlung) als auch die fünf-jährige Garantie auf den Motorblock, rechtfertigen aus meiner Sicht den Anschaffungspreis, der sich im dreistelligen Kostenbereich eines Startplatzes beim Tor des Geants bewegt.

P.S.

Nun benötige ich nur noch eine entsprechende Miraculix-Handsichel, um bei meinen Streifzügen durch die heimischen Wälder und Auen die geheimen Zutaten für meinen Zaubertrank stilsicher pflücken und sammeln zu können. Den passenden Zauberkessel habe ich mit dem Bianco di Puro ja bereits gefunden.

Text und Bilder (außer Herstellerfotos): Alexander Rohleder

Link zum Testbericht: http://www.soq.de/im-haertetest-bianco-puro/